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Europäische Tage des Denkmals 2026

«Restaurierungsarbeiten am Stählihaus - Handwerkliche Traditionen in Gefahr?»

Im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals 2026 trafen fünfzig baukulturell Interessierte Personen am Sonntag, den 13. September 2026 am Stählihaus in Netstal ein. Sichtbar belassene Fachwerke lassen sich im Glarnerland an einer Hand abzählen. Das beeindruckendste Beispiel steht in Netstal unterhalb der steilen Planken des Wiggismassivs, direkt am alten Landesfussweg: das 1728 erbaute Stählihaus. Ein prachtvolles Wohnhaus der damaligen katholischen Landeselite. Die Eigentümerschaft ermöglichte den Zugang zum Objekt, welches aktuell einer Instandsetzung unterzogen wird. Annina Ludwig Loretan von der kantonalen Fachstelle Ortsbildschutz und Denkmalpflege begleitet die Sanierungsarbeiten, die durch den Architekten Reto Fuchs geleitet werden. Unsachgemässe Sanierungsarbeiten in den 1970er-Jahren führten zu gravierenden Schäden in der Tragkonstruktion. Bei den tiefgreifenden Restaurierungsarbeiten müssen schadhafte Elemente deshalb teilweise grossflächig ersetzt werden. Eine sorgfältige Untersuchung jedes Bauteils ist dabei zwingend, denn bei allen Eingriffen steht immer der maximale Erhalt der historischen Holzsubstanz im Vordergrund. Die Restaurierungsarbeiten am Fachwerk des Stählihaus wurden durch Remi Schlegel und Timo Wenzel von Massiv-Werk anschaulich vorgestellt. Vor Ort erläuterte Sarah Ambühl die Herangehensweise bei der Ermittlung des Farbkonzeptes. Die Restaurierungsarbeiten im Bereich des Mauerwerks und der Gefache führten Sascha Döring und Maurin Bisig mit traditionellen Materialien und Handwerkstechniken aus. 

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